Die deutsche Mezzosopranistin Anna M. Stephany hat ein weiches und rundes Timbre, das auch in der Tiefe beeindruckende Strahlkraft behält. Ihre klare, in allen Lagen souverän geführte Stimme setzt sich auch im Ensemble mühelos durch.
Auf der Opernbühne beeindruckte Anna mehrfach mit ihrer vielschichtigen, energiegeladenen Interpretation des Cherubino. Außerdem verkörperte sie bereits Rollen wie Hänsel (Humperdinck, Hänsel und Gretel) und Nicklausse (Offenbach, Les contes d’Hoffmann, Auszüge). Zudem wirkte sie auch in der szenischen Uraufführung Peter Marschiks Komposition „Passing on the Fire“ mit.
Im Konzertfach trat sie u.a. mit Haydns Stabat Mater, Bachs Johannespassion, H-Moll Messe und Weihnachtsoratorium, sowie Mendelssohns Paulus und Elias auf. Sie musizierte mit der Württembergischen Kammerphilharmonie Reutlingen, der Hofkapelle Stuttgart (Frieder Bernius), der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Kurpfälzischen Kammerorchester, dem Collegium Instrumentale Stuttgart und dem Pro Arte-Orchester.
Anna verfügt über ein breites Liedrepertoire und ist in zahlreichen eigenen Projekten zu hören. So interpretierte sie den Liederabend „Aber jetzt hatte ich keinen Hunger mehr“ – Kriegs- und Fluchterinnerungen meiner Großmutter – bereits in Deutschland und der Schweiz, u. a. am Theater Ulm, und wird damit auch 2026 auftreten. „Wasser im Auge und Feuer im Herzen“ ist ein weiterer von ihr konzipierter Liederabend, der anhand der Liedtexte die Entwicklungsmöglichkeiten einer jungen Frau innerhalb gesellschaftlicher Strukturen beleuchtet.
Wertvolle künstlerische Impulse erhielt Anna Stephany u. a. von Justus Zeyen, Marcin Koziel und Jonathan Ware, sowie szenisch von Beverly Blankenship und Helen Malkowsky. Anna absolvierte ihr Gesangsstudium bei Prof. Karlheinz Hanser und Prof. Regine Köbler an der MDW Wien (MA, mit Auszeichnung). Seither wird sie von Prof. Fenna Kügel-Seifried gesanglich betreut. Zuvor hatte sie Lehramt für Musik und Geographie in Stuttgart und Heidelberg studiert.